Gefahrenermittlung
Erfasst zunächst, welche Gefahren bei Tätigkeiten, Arbeitsmitteln, Stoffen und betrieblichen Prozessen vorhanden sind.
ChemTool unterstützt die vertiefte Beurteilung konkreter Arbeitssituationen mit Gefahrstoffen. Grundlage sind die tatsächlich zugeordneten Produkte, SDB-Daten, Mengen und Gebinde am Arbeitsplatz. Risiken werden mit einer 5×5-Matrix bewertet und die erforderlichen Massnahmen nach dem STOP-Prinzip dokumentiert.
In der Praxis werden dafür teilweise auch die Begriffe Gefahrenanalyse oder Gefährdungsanalyse verwendet. Entscheidend ist, ob zunächst ein Überblick geschaffen oder eine konkrete Arbeitssituation vertieft bewertet wird.
Erfasst zunächst, welche Gefahren bei Tätigkeiten, Arbeitsmitteln, Stoffen und betrieblichen Prozessen vorhanden sind.
Ordnet Prozesse, Gefahrenpotenzial und anerkannte Regeln ein und macht Prioritäten für das weitere Vorgehen sichtbar.
Bewertet ausgewählte Arbeitssituationen detailliert und dokumentiert konkrete Schutzmassnahmen und Verantwortlichkeiten.
Die relevanten Gefahrstoffe, Kennzeichnungen, Eigenschaften und Mengen werden für den gewählten Arbeitsplatz zusammengeführt. Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmass werden nachvollziehbar bewertet und zu einer Risikostufe kombiniert.
Massnahmen werden in der fachlich sinnvollen Reihenfolge erfasst: Substitution, Technische Massnahmen, Organisatorische Massnahmen und Persönliche Schutzmassnahmen. Zuständigkeiten und Umsetzung bleiben bei der Beurteilung sichtbar.
Hinweise aus der Produkteinstufung lösen gezielte Prüfpunkte aus, damit verbotene oder eingeschränkte Arbeiten nicht übersehen werden.
Relevante Gefährdungen bleiben als offene Warnung sichtbar, bis die erforderliche betriebliche Beurteilung durchgeführt ist.
Mengen je Arbeitsplatz und Lagerort sowie die Gesamtmenge unterstützen die Prüfung betrieblicher Schwellen und Szenarien.
Prüfpunkte machen fehlende Mengen, unklare Zuordnungen, veraltete Dokumente oder weitere Datenlücken sichtbar. Damit basiert die Beurteilung nicht auf einer losgelösten Vorlage, sondern auf dem betrieblichen Datenbestand.
Hinweise zu Lagerklassen, pH-Werten, Lagerort-Eignung und potenziell problematischen Kombinationen unterstützen die Fachperson. Automatische Hinweise ersetzen keine Beurteilung der konkreten Lager- und Arbeitsbedingungen.
Die Beispielansichten zeigen Prüfpunkte zu Jugendschutz und Mutterschutz, Mengenbezüge sowie die Risikobewertung und Massnahmen nach STOP. Die Inhalte sind Beispiele und dürfen nicht ungeprüft auf einen anderen Betrieb übertragen werden.