Gefahrenermittlung · Prozesse · Prioritäten

Gefahrenportfolio digital erstellen und pflegen

Mit ChemTool erfassen Betriebe Prozesse und Teilprozesse, ordnen das Gefahrenpotenzial und die vorhandenen anerkannten Regeln ein und dokumentieren daraus Prioritäten, nächste Massnahmen sowie den Bedarf einer vertieften Risikobeurteilung. Das Portfolio bleibt im selben System wie Gefahrstoffliste, SDB und Risikoanalyse verfügbar.

Unabhängige Umsetzung mit Schweizer Fachbezug
ChemTool ist kein offizielles Suva-Produkt. Die fachliche Logik orientiert sich am Gefahren-Portfolio der Suva und wird als digitale Arbeits- und Dokumentationshilfe in ChemTool umgesetzt.
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Was das digitale Gefahrenportfolio leistet

Prozesse vollständig erfassen

Basisabläufe und Teilprozesse werden für den betrachteten Betrieb, Bereich oder die Abteilung strukturiert aufgenommen.

Gefahrenpotenzial einordnen

Für jeden Prozess wird festgehalten, wie hoch das Gefahrenpotenzial ist und welche anerkannten Regeln zur Verfügung stehen.

Handlungsbedarf priorisieren

Die Einordnung zeigt, wo Regeln umzusetzen, Massnahmen zu planen oder vertiefte Beurteilungen durch Fachpersonen erforderlich sind.

Die Portfolio-Logik auf einen Blick

Die Einordnung beantwortet zwei zentrale Fragen: Wie hoch ist das Gefahrenpotenzial des Prozesses? Und stehen für die sichere Ausführung ausreichende anerkannte Regeln zur Verfügung? Aus der Kombination entsteht eine nachvollziehbare Priorisierung für das weitere Vorgehen.

Das Gefahrenportfolio ist damit keine Sammlung allgemeiner Gefahrenbegriffe. Es verbindet den konkreten Prozess mit dem vorhandenen Regelwerk, dem festgestellten Handlungsbedarf und der Entscheidung, ob eine vertiefte Risikoanalyse notwendig ist.

Gefahrenportfolio in vier Schritten erstellen

  1. Bereich festlegen: Betrieb, Abteilung, Anlage oder Prozessbereich eindeutig abgrenzen.
  2. Prozesse erfassen: Tätigkeiten, Basisabläufe und relevante Teilprozesse vollständig aufnehmen.
  3. Einordnung vornehmen: Gefahrenpotenzial und vorhandene anerkannte Regeln dokumentieren.
  4. Nächste Schritte festlegen: Umsetzung, Kontrollen, Massnahmen, vertiefte Beurteilung und fachliche Unterstützung priorisieren.

Gefahrenportfolio und Risikoanalyse sind nicht dasselbe

Gefahrenportfolio: Überblick

Das Portfolio betrachtet viele Prozesse in einer gemeinsamen Übersicht. Es hilft, Schwerpunkte zu erkennen und festzulegen, wo anerkannte Regeln ausreichen und wo zusätzliche Abklärungen notwendig sind.

Risikoanalyse: Detailbewertung

Die Risikoanalyse untersucht ausgewählte Arbeitssituationen vertieft, bewertet das Risiko und dokumentiert konkrete Schutzmassnahmen nach dem STOP-Prinzip.

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Fachliche Verantwortung bleibt sichtbar

Das digitale Gefahrenportfolio unterstützt die strukturierte Erfassung und Dokumentation. Es ersetzt weder die Kenntnis des Betriebs noch die fachliche Beurteilung. Fehlt das erforderliche Grundwissen oder zeigt die Einordnung einen vertieften Abklärungsbedarf, sind geeignete Spezialistinnen oder Spezialisten der Arbeitssicherheit beizuziehen.